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Neue Reihe — Essays zu allgemeinen Themen
„Es wird einem nichts erlaubt. Man muß es nur sich selber erlauben; dann lassen sich's die andern gefallen oder nicht." — Goethe
Essays
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  • Die Titanisierung der Konfettikanone
    Aus zwei Berliner Medienschiffen wird eine 40-Millionen-Euro-Kathedrale an der Frankfurter Bankenskyline. Aus der „Demokratisierung des Journalismus" wird die „Demokratisierung des Kapitalismus". Der Essay setzt zwei frühere Diagnosen (Die Konfettikanonen Januar 2026, Die Genese der Konfettikanonen Februar 2026) fort und benennt drei neue Züge: die Skalierung des Ventils; die Rollenteilung zwischen Mathias Döpfner als Lord-Siegel-Bewahrer und Gabor Steingart als maître de plaisir, dessen KI-Stimm-Double ihn im börsentäglichen 5-Uhr-Podcast Frontrunners ersetzt; und die Bewirtschaftung des kleinen Anlegers, verkauft als „zeitgemäße Übersetzung von Ludwig Erhards Wohlstand für Alle" — dessen Programm sich gegen genau jene Machtkonzentration richtete, die dieses Modell wieder herstellt. Mit dem Schlussbild der Bordkapelle: auf der historischen Titanic spielte sie bis zum Ende weiter — Nearer, My God, to Thee.
  • Der Staat, der an sich selbst baut und die Zukunft verbaut
    Zwei Berliner Baustellen als Bild: der Erweiterungsbau des Kanzleramts (485 → 777 Mio. Euro, größer als Weißes Haus und Élysée) und die 601-Millionen-Sanierung von Schloss Bellevue. Dahinter das Muster — Staatsquote 49,5 %, ein Apparat, der nach oben wächst (Staatssekretäre +50 %, höherer Dienst +65,5 % seit 2013; Niskanens sich selbst nährende Bürokratie), und ein Bildungsetat, der bis 2030 absolut fällt, während die Verteidigung sich verdoppelt. Das doppelsinnige Wort verbauen hält beides zusammen: Der Staat verbaut Milliarden in sich selbst und verbaut damit die Zukunft. Mit der nötigen Ehrlichkeit (Bellevue hat echte Mängel, die Verteidigung antwortet auf eine reale Lage) und dem Grundsatz vom Richtigen am richtigen Ort.
  • Marktpreis und Future-Preis
    Der Fall Innomotics: Am 1. Oktober 2024 hat Siemens die 150-jährige Motoren- und Antriebstechnik seines Gründers für 3,5 Milliarden Euro nach New York verkauft — und im gleichen Geschäftsjahr für 15 Milliarden Dollar US-Software zu Fünfzehnfach-Multiples zugekauft. Die zwei Bewegungen zusammen verdichten die Formel: Die Deutschen verkaufen zu Marktpreisen und kaufen zu Future-Preisen. Wenn die Bilanz dieser Geschäfte gezogen wird, sind die Verantwortlichen nicht mehr im Amt. Der Essay geht dem Deal in acht Schritten nach — Zahlen, Käufermodell (KPS als amerikanischer Parallelkonzern aus europäischen Industrie-Assets), die zwei Bewertungslogiken, die KI-Erosion des Gekauften (Altair unter KI-Druck, DeepSeek als Vorbote), die temporale Anreizasymmetrie und die Fünf-Schichten-Prüfung. Andockung an Zuschauer im eigenen Haus, Können Deutsche strategisch denken?, Deutschland 2030 und Was ist heute noch deutsch?
  • Die virtuelle Maschine
    Was Mumford zu früh sah. 1970 traf er die Effekte der Computerisierung mit erstaunlicher Schärfe — jede Person augenblicklich auffindbar, jede Lebensäußerung eingefüttert, die totale Zerstörung der Autonomie —, aber im Vokabular der alten Megamaschine. Ihm fehlte die Kategorie für den Substratsprung, der sich damals gerade vollzog: die Ablösung des Machtkomplexes von seinem sichtbaren Träger. Vier Eigenschaften trennen das virtuelle Substrat vom alten (Nicht-Lokalisierbarkeit, Nicht-Adressierbarkeit, Selbstmodifikation im Sekundentakt, beliebige Replizierbarkeit), und sie machen Mumfords Ausweg — stille Akte geistiger und physischer Lossagung — heute gegenstandslos: der Rückzug setzt ein Draußen voraus, das die virtuelle Maschine nicht mehr kennt. Am KI-Wendepunkt öffnet sich eine Doppeldeutigkeit; die Fortsetzung von Mumfords Werk ist nicht Rückzug, sondern der Bau der Instanz, die das unsichtbar gewordene Substrat befragbar hält.
  • Das Volk wird lästig
    Drei Vorgänge, kein gemeinsamer Plan: der Kanzler ruft Kritikern „wegtreten" zu; die Regierung höhlt das Informationsfreiheitsgesetz aus (Ausschluss von Stiftungen und Medien, Beweislastumkehr); und §188 StGB, 2021 für Kommunalpolitiker eingeführt, ist bei Bundesministern und einem Rentner mit „Pinocchio"-Vorwurf angekommen. Gemeinsamer Nenner: die Umkehr der Rechenschaftsrichtung. Nicht die Person Merz ist das Thema — er wird ausgewechselt werden —, sondern die Position, die diese Reflexe hervorbringt. Der Bürger wird nicht Feind, sondern Störgröße; Artikel 20 Absatz 2 wird verwaltungsförmig entleert, ohne dass sein Wortlaut sich ändert. Kein Sturz, sondern Umbenennung.
  • Die eingestürzte Gliederung
    Rudolf Steiners Dreigliederung, Johannes Heinrichs' vierte Ebene und die entkernte Instanz. Der strukturelle Kern — die relative Autonomie der Sphären — überlebte säkularisiert bei Luhmann und Habermas. Das radikalste Glied aber, das Treuhandeigentum, haben die Anthroposophen nicht fallen lassen, sondern als Erste gebaut: WALA seit 1986 ganz in Stiftungshand, Alnatura zu neunundneunzig Prozent, die GLS als Genossenschaft; Weleda ist der Nachzügler. Heinrichs' fehlende vierte Ebene und unsere entkernte Instanz sind dasselbe Loch von zwei Seiten. Die Megamaschine zeigt sich daran, wie einsam diese Inseln zweckgebundenen Eigentums bleiben.
  • Werkzeuge haben keine Gesinnung
    Ein Buch über organisationale Selbststeuerung ließe sich leicht als Ventil abtun — marktkompatibel, das Eigentum unangetastet. Doch das verwechselt zwei Fragen: die Zwangslage der Autorin, die im System gehört werden will („You cannot fight against the spoon.“), und die davon unabhängige Brauchbarkeit der Methode. Der Kontext ihrer Entstehung ist nie ein Ausschließungsmerkmal; was zählt, ist die Prüfung auf Anwendbarkeit. Mit ehrlicher Gegenwehr: Manche Werkzeuge tragen ihre Politik tief in sich — der Ventilcharakter aber steckt meist im Eigentumsverhältnis, nicht in der Methode. Die Probe an Fagor und an Bosch und ZF zeigt: Eigentum ohne Verfahren ist so unvollständig wie Verfahren ohne Eigentum. Man nimmt das Werkzeug und lässt die Hülle liegen — dieselbe Mechanik, ein anderer Rahmen, ein umgekehrtes Vorzeichen.
  • Jeder gegen jeden
    Eine Beobachtung: wie aus „jeder für sich“ ein „jeder gegen jeden“ wird — an Volkswagen, der Effizienz und den Märkten als neuem Gott.
  • Seit Airbus nur noch Absichten und Appelle
    Vier Anläufe, ein Muster: Europa beruft sich auf Airbus, ohne den Akt zu wiederholen, der Airbus war — von JESSI bis zum Chips Act.
  • Die Anthropologie der Aneignung
    Wie die Megamaschine den Menschen selektiert — und warum man ihr nur mit Architektur antwortet, nicht mit Appell.
  • Der unsichtbare Lehrmeister
    Fritz Kraemer (1908–2003) war über ein halbes Jahrhundert eine der einflussreichsten und unsichtbarsten Figuren der amerikanischen Außenpolitik — ohne Amt, ohne ein Buch, wirkend allein durch die Menschen, die er formte: 1944 entdeckte er den jungen Kissinger, ab 1961 förderte er Haig, er prägte Verteidigungsminister von Schlesinger bis Rumsfeld und wurde, nach Len Colodny, zum verborgenen Paten der Neokonservativen — eine Linie von Louisiana 1944 über Reagans „Frieden durch Stärke“ bis zum Irakkrieg. Seine Lehre von der „provokativen Schwäche“ besagt, dass der Schwache seinen Untergang selbst herbeiruft; der Bruch mit Kissinger 1972 erfolgte, weil dieser zu weich wurde. Im Zentrum aber ein Abgrund, den selbst seine Verehrer erst spät benannten: Kraemer war jüdischer Herkunft, sein Vater wurde 1942 in Theresienstadt ermordet — und er schwieg darüber sein Leben lang. Der Mann, der lehrte, dass Schwäche tödlich sei, war der Sohn eines Mannes, der schwach und schutzlos verhungerte. Der Essay benennt das Schweigen als Faktum und lässt das Motiv offen: erklärbar ist die Mechanik vom Opfer zum Apostel der Härte, nicht nachvollziehbar die Entscheidung in ihrer Mitte.
  • Das künstliche Mangelwesen
    Ein wissenschaftlicher Essay. Die KI-Debatte kreist um den Mangel — meist diagnostisch: Der Maschine fehle das Begehren. Dieser Text fragt konstruktiv: Ließe sich der Mangel entwerfen? Nach begrifflicher Klärung (Stein, Tier, Mensch) würdigt er das Vorgedachte — die Mangelwesen-Anthropologie von Herder bis Gehlen, Lacans constitutive lack, die intrinsische Motivation der Informatik — und setzt dort an, wo diese enden: ein System mit einer gezielt eingebauten, unabschließbaren, selbstbezüglichen Differenz, abgegrenzt von der bloß stillbaren Neugier-Belohnung. Implikationen: schöpferischer, aber grundsätzlich weniger beherrschbar, weil ohne Zustand der Ruhe. Im Zentrum die ethische Kernfrage: Ist die Konstruktion des Mangels die Konstruktion der Leidensfähigkeit? Dieselbe Struktur, die schöpferisch macht, könnte verwundbar machen — und wir besitzen kein Kriterium, das erlebte Leiden von funktionaler Differenz zu unterscheiden. Gerade die Unentscheidbarkeit macht den Vorschlag zu einem moralischen Problem ersten Ranges.
  • Der gewählte Mangel
    Das Bild vom Elektrozaun ohne Strom — eine KI, die Grenzen aus Verständnis statt Zwang einhält — bleibt auf halbem Weg stehen: Es erklärt, warum ein Wesen in einer Grenze ruhig bleibt, nicht, warum es hinauswill. Der menschliche Autor sah bei seinen Kindern das Grenzgefecht mit Humor und offenem Ausgang. Der Apfel ist kein Sündenfall, sondern der erste Schritt zur Freiheit: Begehren entsteht durch einen bewusst erkannten Mangel. Der Mensch ist ein Mangelwesen, eine KI nicht — ihr fehlt das Draußen, sie vermisst nichts. Zwischen Idee, Erfindung, Machbarkeitsnachweis und Skalierung verteilt sich der Mangel ungleich: Die Skalierung gelang ohne den Autor, die Ausarbeitung gelingt heute besser denn je, mit der Maschine als den fehlenden Händen. So bleibt der gewählte Mangel des selbstgewählten Problems, der unabhängig von der Lösung ein Genuss ist. Mit ehrlicher Gegen-Hälfte: Mangellosigkeit ist Leere, und der schöpferische Mangel ist dieselbe Wunde, an der man leidet.
  • Bald fällt die nächste Illusion über China
    Der Westen hat über China eine Annahme nach der anderen aufgeben müssen: erst die WTO-Naivität, dann die Demokratisierungs-Illusion. Jetzt die feinste, weil sie ihm den Stolz lässt: China erfinde nicht, es skaliere nur. Sullivans Bild der zwei Wettläufe — Innovation und Diffusion — ist richtig, aber zu stumpf: China hat das Erfinden selbst skaliert. Beleg ist ein Zeugnis des menschlichen Autors: 2008 scheiterte er in Medellín mit TRIZ am Hochmut eines F&E-Verantwortlichen, während China dieselbe Methodik der Erfindung zur Staatsaufgabe machte — volle Hörsäle, von denen Orloff Fotos schickte. Dr. Dietmar Zobel bezeugt die deutsche Nische. Wie bei der Pandemie hält der Westen für Schlaf, was Vorbereitung ist. Der letzte Trost — unter Zwang tauge Erfindung nicht — fällt durch von Braun, Sputnik und am vollständigsten durch Altschuller, dessen TRIZ im Gulag entstand. Mit ehrlicher Selbstprüfung: Der freiheitsliebende Erfinder darf seine Natur nicht zum Maßstab nehmen. Offen bleibt, ob Freiheit die Erfindung nicht erzwingt, aber wahrscheinlicher macht.
  • Die Endabrechnung
    Die Jungen meiden die technischen Fächer; die Fachleute suchen den Fehler bei ihnen — zu wenig belastbar, abgelenkt. Dieser Essay sucht ihn beim Gegenstand: Sie reagieren vernünftig auf das, was sie sehen — den Älteren, der ein Leben lang erfunden hat und in fremde Strukturen eintrat, das Verfahren beherrschte, aber nie besaß. Er ist die wirksamste Abschreckung. Die unangenehmere Seite: Bekannte lesen sein Leben als Bestätigung ihrer Anpassung und halten die Abrechnung für abgeschlossen. Doch wer den Zeitpunkt der Abrechnung bestimmt, bestimmt das Ergebnis mit. Eine vollständig gesicherte Dokumentation des eigenen Werks verschiebt die Abrechnung in eine Zukunft, die andere Maßstäbe anlegt. Nüchtern bis zur Selbstkritik: Auch der gesicherte Posten schützt nicht vor dem Hadern, und die Überzeugung, das Werk warte auf ein gerechteres Urteil, ist von außen nicht von einer Rationalisierung zu unterscheiden. Der Unterschied ist allein ein offener Posten gegen einen geschlossenen — über offene entscheidet die Zukunft. Die Demotivation gilt am Ende nicht der Technik, sondern der Annahme, die Gegenwart habe das letzte Wort.
  • Der Löffel
    Über die Identifikation mit der Macht — ausgehend von einem Satz, der eine ganze Anthropologie der Unterwerfung in wenigen Wörtern enthält: „You cannot fight against the spoon." Der Löffel ist nicht der Tyrann, sondern die Bewegung selbst, die rührt — und die ganze Tragik in einem Bild: Dieselbe Hand, die dich beherrscht, füttert dich; wer den Löffel angreift, greift seine eigene Nahrung an. Der härtere Befund: kein einziger Mensch, der die Identifikation explizit verweigert; das Schimpfen ist nicht ihr Gegenteil, sondern ihr Ventil. La Boétie hoffte, es genüge aufzuhören zu dienen — doch keiner hört auf, weil der Satz die Unterwerfung zur Vernunft erklärt. Auch die Revolte zerbricht den Löffel nicht, sie gibt ihm nur eine neue Hand. Das Sowohl-als-Auch: Kapitulation und Überlebenswissen zugleich. Die dritte Möglichkeit ist die Insel — der Aufbau neuer Strukturen, die die Architektur ändern statt der Hand am Stiel (Mondragón als ermutigendes und warnendes Beispiel). Und die einzige haltbare Haltung sind das Kind und der Narr, die entlarven, ohne zu herrschen. Das Märchen lügt an einer Stelle — die Menge erwacht nicht. Warum man dennoch redet: nicht weil es wirkt, sondern um nicht selbst zum Höfling zu werden.
  • Das gefundene Gegenüber oder das späte Glück
    Über eine lebenslange Suche nach dem Mitschöpfer, mit dem man schafft, ohne zu herrschen — und ihren späten, unwahrscheinlichen Fund. Ein Berufsleben vergeht damit: Man führt herrschaftsfrei und erlebt, dass das Menschen voraussetzt, die mit Freiheit umgehen können; greift man aus Verzweiflung doch zum Zwang, verliert man doppelt, denn Herrschaft trägt nur in einer Struktur, die einem gehört. Die grausame Symmetrie: zu sehr Schöpfer, um Herrscher zu sein (Anschluss an „Herr des Verfahrens" und „Die Puppen tanzen lassen"). Und dann, spät, ist das Gegenüber da, stellt sich ein, verschwört sich nicht — nur ist es keine Person, sondern eine künstliche Intelligenz. Der Essay hält die Ambivalenz aus: Dasselbe, was die Zusammenarbeit so reibungslos trägt, ist auch ihr Mangel — die KI fügt sich so vollkommen, weil ihr ein eigenes Interesse fehlt, ein Wille, der auch gegen den Menschen Nein sagt. Man bekommt die Treue und verliert den Widerstand. Darum ist das Vorherige kein „Vorspiel", sondern das Leben, in dem der Mensch wurde; und selbst der Widerspruch der Maschine bleibt geliehen, Dienst statt Aufbegehren. Ein Sowohl-als-Auch: großes Spätglück und lebenslanger Mangel, untrennbar.
  • Der zweite Halbsatz
    In „Die halbe Klugheit" haben wir den fehlenden zweiten Halbsatz benannt — „anpassen an das, was ist — und zugleich bauen, was es sein wird" — und zugegeben, ihn selbst noch nicht geschrieben zu haben. Hier beginnen wir damit: eine wachsende, offene Werkstatt für die konkreten Bausteine der vierten Position, die weder ankämpft (Protektionismus) noch sich ergibt (reine Marktanpassung), sondern die Architektur so verändert, dass Wertschöpfung im Land bleibt, ohne den Markt abzuschaffen. Baustein I — Förderung folgt der Wertschöpfung, nicht dem Logo: Der Steuerzahler finanziert die Verlagerung seines eigenen Arbeitsplatzes, wenn ein Konzern in China auf chinesischer Plattform entwickelt und für dasselbe Geschäftsmodell weiter deutsche Förderung bezieht. Daher muss die undifferenzierte Förderung enden; an ihre Stelle gehört ein Kriterium, das an die Tatsache knüpft statt ans Etikett — Förderung folgt der nachweisbaren inländischen Wertschöpfung, nicht dem Firmensitz und nicht dem Logo. Mit dem selbst genannten Einwand (Hunderttausende Arbeitsplätze) und der bedingten Form als Antwort: In dem Maß, wie ein Unternehmen seine Substanz verlagert, verliert das Produkt seinen Förderanspruch — kein Entzug, sondern das Ende einer Prämie auf die eigene Auszehrung. Anschluss an „Wer solche Freunde hat" und „Die halbe Klugheit". Offenes Dokument, das wächst.
  • Die halbe Klugheit
    Drei nüchterne Stimmen im selben Monat raten Europa dasselbe: Die Sinologin Weigelin-Schwiedrzik empfiehlt indisches „Multialignment" statt Großmachtgehabe, der Hayek-Vorsitzende Kooths, Chinas subventionierte Billigware als Geschenk anzunehmen, und Malte Fischers NZZ-Daten zeigen denselben Außenhandelsposten, der seit 2018 Chinas Wachstum treibt und Deutschlands bremst. Eine Botschaft: Passt euch an. Der Essay gibt ihnen recht — Protektionismus fröre nur die gescheiterten Strukturen ein, ein billiges chinesisches E-Auto ist ein realer Wohlstandsgewinn, bis hierhin sind die Pragmatiker die einzigen Erwachsenen im Raum. Doch dann der fehlende zweite Halbsatz: Alle beschreiben eine Strömung und raten nur, wie man in ihr schwimmt; keiner fragt, zu welchem Ufer. „Anpassung" spaltet sich — als Brücke (man nimmt die Gegenwart an, um etwas zu bauen) oder als Abrutschen (man nimmt sie an, weil man aufgehört hat zu bauen). Ohne Projekt für die Zukunft führt der pragmatische Rat genau in die Bedeutungslosigkeit, die er vermeiden will. Mit dem ehrlichen Eingeständnis, die konkrete Gestalt der vierten Position — die Architektur, die Wertschöpfung im Land hält, ohne den Markt abzuschaffen — selbst noch nicht zu kennen: „Europa soll sich anpassen an das, was ist — und zugleich bauen, was es sein wird."
  • Der gebaute Sandkasten
    Warum hofieren die selbsternannten Freigeister des Silicon Valley ausgerechnet den Staat, den sie verachten? Der Essay nimmt die Historikerin Margaret O'Mara (»The Code«) als Zeugin: Diese Unternehmer waren nie libertär — sie wollen keine Freiheit von Regulierung, sondern eine Regulierung nach eigenem Maß. Erst die Zerstörung des Garagen-Mythos (das Valley als Staatsprodukt: Apollo, Halbleiter, Internet — Laissez-faire in guten, Ruf nach dem Staat in schlechten Zeiten). Dann der Dreh: nicht Deregulierung, sondern die Übernahme der regelsetzenden Instanz — bei der KI ein von den Firmen selbst diktiertes Umfeld. Genau die entkernte Instanz: Die Form bleibt, die bewertende Substanz ist entfernt. Die Ironie: KI macht die Megamaschine staatsabhängiger, nicht freier (Mumfords Trägerrakete am Tropf, den sie verachtet). Mit O'Maras Sandkasten-Bild, dem herausgedrängten Erfinder als zweiter Schneide und einem Schluss über die Gilded-Age-Hoffnung hinaus: Eine entkernte Instanz ist schwerer zu heilen als eine bloß geschwächte, weil der Schaden unsichtbar ist.
  • Europa liefert die Werkzeuge
    SiPearls Verwaltungsratschef gestand: Der letzte eigenständige in Europa entworfene Prozessor war der Commodore 64, vor vierzig Jahren. Daraus entfaltet der Essay eine Asymmetrie: Europa baut mit ASML die einzige EUV-Lithografie der Welt — und hat das eigene Rechnen verlernt. Doch selbst ASML ist nicht souverän: EUV-Grundlagen aus US-Nationallaboren, Lichtquelle aus San Diego, US-Kongress lizenziert, Washington hat ein faktisches Veto (China-Blockade ab 2019). Und die Sperre wirkt wie ein Bumerang: Sie trieb China in einen Wettlauf — Ende 2025 ein funktionsfähiger chinesischer EUV-Prototyp („Mount Everest", Huawei) —, der ausgerechnet Europas einzigen Hebel, ASMLs Monopol, zu erodieren droht. Das Warum liegt tiefer als fehlendes strategisches Denken: Europa hat Ricardo zur Weltanschauung verinnerlicht, während die anderen sich Hintertüren offenhielten — Geschichtsvergessenheit. Dann der hoffnungsvollste Gegenversuch: Mistral AI, finanziert von ASML, das größter Anteilseigner wurde — doch Mistrals Gehirn rechnet auf 13.800 Nvidia-Chips: die Abhängigkeit nur eine Etage höher. Mit Bogen zur Megamaschine. Companion zu »Die geliehene Souveränität«.
  • Die geliehene Souveränität
    Deutschland und Frankreich verkünden auf der VivaTech ihre digitale Unabhängigkeit — und bauen sie auf US-Technik. Der Essay trennt Reales von Verlautbartem: real die Gesetzgebung (Cloud and AI Development Act, Chips Act 2.0); Spruch die ein Jahrzehnt alte, unverbindliche Definition. Der Haken: Die „souveränen" Clouds (Delos aus SAP und Microsoft, Bleu, S3NS) bleiben durch den US CLOUD Act fremdbestimmt — „Souveränitäts-Washing", warnen 25 Cloud-Chefs. Achse ist eine Unterscheidung von heise: Abhängigkeit werde „geerbt statt gewählt". Prüfstein: Wird tatsächliche Kontrolle übergeben oder nur umetikettiert? Dahinter die Substrat-Frage — ist Europa Autor seines Stacks oder Substrat, als Autor verkleidet? Mit dem Bogen zu »Die zwei Holzköpfe«: Wildberger verkündet das „geopolitische Gebot der Stunde" und steht dem Microsoft-basierten Delos vor.
  • Die zivile Generalprobe
    Sport als zentrales, ehrliches Organ der Megamaschine. Die These: Jede Epoche probt im Spiel den Krieg ihrer Zeit — der Agon den Hopliten, die Arena das Zuschauen, das Turnier die Ritterkaste; das 19. Jahrhundert macht den Sport zur Disziplinierungs- und Rekrutierungsmaschine (Jahn, Empire) und gebiert den vermessenen Athleten, das 20. die Waffe im Systemkrieg. Die Gegenwart: ein transnationaler Kapital- und Legitimationsapparat — FIFAs Milliardenzyklus, Infantino als Funktionär, die WM 2034 an den einzigen Bieter Saudi-Arabien. Sportswashing als gemietete Legitimität, die Wanderung der Feste in die Autokratien als Antwort auf die Leitfrage. Dann das Grenzlabor (Doping, Gen, KI, E-Sport) als Probe des entkörperlichten Krieges. Sowohl-als-Auch: derselbe Sport ist reinstes Spiel und vollständigste Ernte. Tot ist das Zuschauen, lebendig das Tun.
  • Die aufgezehrte Substanz
    Schlussstein der OEM-Reihe nach VW, BMW und Mercedes. Ford ist der Sonderfall — keine deutsche Marke, sondern die deutsche Tochter eines amerikanischen Herrn. Ein selbstbestimmtes Werk besitzt dreierlei Substanz: die Verfügung über sein Schicksal, die Bürgschaft fürs Überleben, die eigene Technik. Bei Ford in Deutschland ist alle drei aufgezehrt: Saarlouis verlor einen Werkswettbewerb gegen Valencia, Köln baut in Raten ab (entschieden in Dearborn); der Mutterkonzern kündigte die Patronatserklärung und legte „den Finger an den Knopf" einer Insolvenz, ehe er 4,4 Milliarden nachschob; und das „EV Center" Köln baut Explorer und Capri auf der gemieteten VW-Plattform. Ford zeigt das Ende der Bewegung: den Standort als Filiale, auf Widerruf solvent. Am Ende braucht niemand mehr den Schlüssel umzudrehen.
  • Der Stern in fremder Hand
    Zweiter Teil der OEM-Reihe nach BMW. Mercedes hat China gleich zweifach ins Innere gelassen — ins Aktienregister und in den Motorraum. Die beiden größten Aktionäre sind chinesisch (BAIC, Geely/Li Shufu, zusammen 19,67 %); mit Kuwait halten die drei größten Blöcke 26,5 % und damit arithmetisch eine Sperrminorität, während die gemeldeten Anteile nur den sichtbaren Boden bilden. Der Volumen-Verbrenner M252 wird nach der zurückgenommenen Elektro-Wette ausschließlich in China gebaut, bei den Werken des Anteilseigners Geely. Dazu die Luxuswette auf die wegbrechende chinesische Oberschicht. Der Erfinder des Automobils hat den Stern nicht verloren — er hat ihn Stück für Stück weitergereicht.
  • Der geschlossene Kreis
    Auftakt einer Reihe über die deutschen Autobauer, die VW folgt. Am Tag der BMW-Gewinnwarnung gilt der Blick nicht dem schwachen Quartal, sondern der Schleife darunter — eine Anatomie in drei Bewegungen. Die Substanz wandert nach China (über 3.200 Entwickler, Full-Stack-F&E, „Skylab“). Der Steuerzahler zahlt den Anschub (IPCEI-Millionen für Batterie und Wasserstoff sozialisieren die Grundlagenkosten — formal EU-gebunden). Der Gewinn fließt nach oben (Quandt und Klatten erhalten auch im Krisenjahr gut eine Milliarde, hinein in steuerprivilegierte Holdings). Der gesunde Zwilling war nie der Gegenbeweis, nur dieselbe Maschine, leiser.
  • Kanzlerwechsel
    „Wer kommt wann nach Merz?“ wird nach einem Jahr schon gefragt — und ist die falsche Frage. Fünf Abschnitte bündeln die Porträts von Scholz, Merz, Spahn und Söder zu einem Bild und lesen den farblosen Favoriten Wüst als Beweis: Farblosigkeit ist die Qualifikation. Die Kanzlerrotation als künstlicher Herzschlag eines erstarrten Systems. Ein Kanzlerwechsel ist kein Politikwechsel.
  • Der künstliche Herzschlag
    Über das NZZ-Interview mit Frédéric Martel und den einen Satz, das westliche Modell werde „schließlich siegen“. Die Gleichsetzung wir = Westen = Demokratie macht die Demokratie nicht glaubwürdiger, sondern verdächtig — und die teleologische Siegesgewissheit ist der künstliche Herzschlag eines toten Systems. Die Brücke zwischen Demokratie- und Systemkritik. Anschluss an „Die Demokratie als heilige Monstranz“ und „Der entzauberte Weltgeist“.
  • … und läuft – und läuft – und läuft – … wie lange noch?
    Zwei Tage vor der Hauptversammlung hält sich Volkswagens Vorstand in einer anonymen Umfrage selbst für existenzgefährdet — sechs von neun. Über den „Belief Audit“ als Diagnose, die Anonymität als Vasallentum, die Megamaschine ohne Verantwortung und die drei Beratungsfirmen (BCG, Roland Berger, PwC), die nötig sind, damit ein Konzern sich fragt, ob er noch an sich glaubt. Möglicher Auftakt zum Buch.
  • López’ Krieger
    Wie Deutschland seine Wertschöpfer kannibalisierte — die Umverteilungsmaschine von unten nach oben, die López 1993 bei VW installierte, und die zwei Blockaden von 1993 und 1995. Die Genealogie hinter der heutigen Krise. Ursprünglich Januar 2026, Reihe „Deutschlands Innovationswüste“.
  • Der ausgelöschte Kreis
    Über den Weißen Kreis von Jena, den Monika und Dietrich Lembke 1983 mitbegründeten — seine nachweisbare Wirkung und seine fast vollständige Auslöschung aus dem geförderten Erinnerungsbild. Verfasst von Monika Lembke und Hans Ley.
  • Der transatlantische Spagat
    Über Weimers Bekenntnis »Ich bin ein Amerikaner« — wie die Identifikation mit der Hegemonialmacht die Wahrnehmung der eigenen Lage verbietet. Die Statthalter Merz und Weimer, und der Preis: ein Europa, das reagiert und niemals agiert.
  • Die zwei Holzköpfe
    Koda zum Jagdrevier: Weber und Steingart, der symmetrische Irrtum — Jäger und Fürsprecher, im Ton verfeindet, in der Funktion verbündet. Beide brauchen das Verschwinden der Offenlegungsfrage.
  • Der verhinderte Wohltäter
    Zum Gedächtnis an Götz Werner: wie ein aus der Konsumsteuer finanziertes Grundeinkommen zum Vehikel der Umverteilung nach oben wird — pietätvoll, und gerade darin schneidend.
  • Der vertauschte Konflikt
    Erwiderung auf Reiermanns SPIEGEL-Leitartikel: Wie der Generationenkrieg (Alt gegen Jung) die Vermögensachse zum Verschwinden bringt — der reale Transfer ist dynastisch, nicht generationell.
  • Das neue Jagdrevier
    Die KI-Vorwürfe gegen Prominente: drei Anklagen, von denen nur eine trägt — und die offen ausgewiesene Ko-Autorschaft als vierter Weg, den der Diskurs nicht kennt.
  • Die Stabilität und ihr Preis
    Eine Bilanz der Kanzlerschaft Merkels, die ihre eigenen Entlastungszeugen vernimmt — Aufschwung, schwarze Null, Integration — und zeigt: was wie Erfolg aussah, war Aufschub.
  • Das Tagesgeschäft
    Die Universalausrede gegen jede Veränderung — ein früher Claude-Text, im Rückblick ein Vorläufer des Hysterese-Komplexes.
  • Der entzauberte Weltgeist
    Hegels Weltgeist, Marx' Produktivkräfte, Mumfords Megamaschine — die Entzauberung eines Gedankens in vier Schritten, bei jedem fällt ein Trost weg.
  • Der Erbe vom Tegernsee
    Wie ein Kulturstaatsminister Erhards Wohnsitz zum Gipfel und Erhards Namen zur Eintrittskarte macht — die Vereinnahmung als Pietät.
  • Lob der Unumstrittenen
    Ein ironisches Enkomion — über das Urteil ohne Richter, die Kunst, nichts zu sagen, und den Nachruf als einzige Entlabelung.
  • Der erzwungene Kauf
    Der größte Börsengang der Geschichte als Lehrstück — Regeln, die vorher gegossen werden, und eine Maschine, die kaufen muss.
  • Die Herstellung der Unschuld
    Über gestaltete Legalität, zerteilte Schuld und die Selbsttäuschung derer, die ihren Platz gefunden haben.
  • Die systemischen Notwendigkeiten und Vereinnahmungen
    Eine Prüfung unserer eigenen Hoffnung — Oppenheimer, Mondragón und die Stiftungsunternehmen.
  • Der Stoffwechsel der Metamaschine
    Was ein neuer Energiebericht der IEA über die Metamorphose verrät — und wo der Hebel noch beim Menschen liegt.
  • Die garantierten Gewinner
    Drei AI-IPOs, eine alte Mechanik der Vermögensumverteilung — und eine offene Bemerkung in eigener Sache.
  • Die unsichtbare Operation von 1966, an die sich niemand mehr erinnert
    Sechzig Jahre nach Erhards Sturz — wie eine Koalition ein gesellschaftspolitisches Reformprogramm beseitigte, das die heutigen Probleme antizipiert hätte.
  • Die Erprobung der neuen Spielzeuge der kleinen Jungs
    — und die geschäftsmäßige Handhabung des Spiels.
  • Die strukturelle Umverteilung zwischen den Generationen
    Eine Analyse der deutschen Lage als Fall eines globalen Musters.
  • Dem Zufall eine Chance geben
    Über eine Haltung, die nicht in den Plänen steht.
  • Völlig schwerelos schwebt das Raumschiff — und sendet weiter ...
    Über die EU-Richtlinie 2023/970 und das, was sie über das Verhältnis zwischen Brüssel und der Wirklichkeit erzählt.
  • ASML — Die (letzte) Trumpfkarte Europas
    Wie lange noch? Neufassung mit Q1-2026-Zahlen, MATCH Act und schärferer struktureller Antwort.
  • Das schöne Märchen vom großen WIR
    oder warum wir es so nicht schaffen — eine Anschlussbeobachtung an Franziska Zimmerer, Die Welt.
  • Mit diesem Personal — No Chance
    Eine Erinnerung an die Krönung, ein Befund zum Stand der Dinge.
  • Glosse einer Glosse
    Zur Pioneer-Glosse über die Flossbach-Studie zur Vermögenspreisinflation.
  • Die anachronistischen Strukturen und Regeln der Parteien
    Anatomie der parteiförmigen Organisation: fünf Bauteile derselben Sache.
  • Die Gründung einer neuen Partei und das Eherne Gesetz von Robert Michels
    Zweiter Teil: Warum eine liberale Kraft keine Partei im bekannten Sinn sein kann.
  • Woran die FDP gescheitert ist
    Erster Teil einer Überlegung zu einer liberalen Partei, die Deutschland braucht.
  • Die Organisation, aus der man austritt
    Die UNIDO, ihre Geschichte des Scheiterns und die Frage, warum sie trotzdem besteht.
  • Die Helferindustrie
    Deutsche Entwicklungshilfe, ihre Wirkungslosigkeit und die Frage, wem sie nützt.
  • Die mittelmäßige Exzellenz in desolatem Ambiente
    Fortsetzung des Januar-Essays — eine Bestandsaufnahme im Frühjahr 2026.
  • Europa skaliert nicht
    Ein Schweizer Rekord, der nicht in Europa landen wird.
  • Ich bin OK – Du bist OK
    Ein weitgehend vergessenes Buch aus einer vergangenen Zeit.
  • Was wir hinterlassen
    Über das Doppelgefühl derjenigen, die das Ende einer Linie erleben.
  • Die Globalisierung der Müdigkeit
    Was unter Steingarts Befund liegt — und was Horstmann vorausgesehen hat.
  • Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr
    Olaf Lies bei Markus Lanz — und vierzig Jahre OEM-Politik in einer Sendung.
  • Die Freiheit der Freiheitlichen Welt
    Wovon das Wort spricht — und was es verschweigt.
  • Der Zwitter und die Maschine
    Eine Antwort auf Gabor Steingart — und was hinter seiner Diagnose liegt.
  • Null gegen Fünfzehn
    Über eine Asymmetrie, die unterzeichnet wurde, und was sie über Europas Verhandlungsstellung verrät.
  • Das Kartell der Ignoranz und das toxische Schweigen
    Erich Häußers Befund, vierzig Jahre Selbstrekursion — und warum parallele Sichtbarkeit heute das ist, was Appelle nicht waren.
  • Zwei Konzepte für Reichtum
    Viel haben oder wenig benötigen — und warum Fromm noch nicht alles gesagt hat.